Vom Feldtelefon zum Satelliten: Die Historie des Fernmeldewesens der Bundeswehr

Das Fern­mel­de­we­sen ist seit jeher unver­zicht­bar für mili­tä­ri­sche Füh­rungs­fä­hig­keit. Ohne Kom­mu­ni­ka­ti­on sind Koor­di­nie­rung und schnel­le Ent­schei­dun­gen im Ein­satz nicht mög­lich. Von kabel­ge­bun­de­nen Feld­te­le­fo­nen („Acker­schnacker“) über Richt­funk bis hin zur Satel­li­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on haben die Fern­mel­der eine rasan­te Ent­wick­lung durch­lau­fen.

Lesen Sie bei Bundeswehr.de: Das Fern­mel­de­we­sen im Fokus/Vom Feld­te­le­fon zum Satel­li­ten: Die His­to­rie des Fern­mel­de­we­sens der Bun­des­wehr

Ergän­zend dazu auf unse­rer FmR-Web­page “125 Jah­re Fm‑, IT- und Elo­Ka-Trup­pen” die Posts 29 — 34, sowie den Arti­kel “Vor 70  Jah­ren: Auf­stel­lung der ers­ten Fern­mel­de­trup­pen­tei­le des Hee­res, der Füh­rungs­diens­te von Luft­waf­fe und Mari­ne in der Bun­des­wehr sowie der Nach­rich­ten­trup­pe der Natio­na­len Volks­ar­mee im Jahr 1956” in der aktu­el­len F‑Flagge 1–2026 ab Sei­te 99.

CWIX 2026: Stärkung der digitalen Verteidigungsfähigkeit

Vom 8. bis 26. Juni 2026 fand auch die­ses Jahr beim NATO Joint Force Trai­ning Cen­ter im pol­ni­schen Bydg­oszcz Coali­ti­on War­ri­or Inter­ope­ra­bi­li­ty Explo­ra­ti­on, Expe­ri­men­ta­ti­on, Exami­na­ti­on and Exer­cise (CWIX) mit über 4.000 Teil­neh­men­den aus 46 NATO- und Part­ner-Natio­nen statt.

Kaum bekannt ist, dass dar­un­ter auch neu­tra­le Natio­nen wie Öster­reich und die Schweiz sind: So nahm die Schwei­zer Armee die­ses Jahr bereits zum 12. Mal regel­mä­ßig sowie mit zuneh­men­der Inten­si­tät an CWIX teil — was in der Schweiz auf­grund der Ende Sep­tem­ber anste­hen­den Abstim­mung über die Volks­in­itia­ti­ve “Wah­rung der schwei­ze­ri­schen Neu­tra­li­tät” (Neu­tra­li­täts­in­itia­ti­ve) poli­tisch durch­aus umstrit­ten ist — und wur­de die­ses Jahr als ers­ter Teil­neh­mer über­haupt für ihr her­aus­ra­gen­des Enga­ge­ment beim Wis­sens­aus­tausch offi­zi­ell mit der “CWIX Reco­gni­ti­on” aus­ge­zeich­net.

Lesen Sie bei Defence-Net­work: CWIX 2026: Stär­kung der digi­ta­len Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit 

Ergän­zend dazu die Pres­se­mit­tei­lung von “arma­su­is­se”, dem Schwei­zer Bun­des­amt für Rüs­tung:  CWIX 2026: Stär­kung der digi­ta­len Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit 

Dar­über hin­aus bei Bundeswehr.de: Inter­ope­ra­bi­li­tät tes­ten: CWIX – Coali­ti­on War­ri­or Inter­ope­ra­bi­li­ty eX
und bei act.nato.int: CWIX 26 Streng­thens NATO’s Digi­tal Inter­ope­ra­bi­li­ty and Ope­ra­tio­nal Rea­di­ness

Gedenkveranstaltung am ehemaligen Wohnort von GenNachrTr Fellgiebel in Berlin-Steglitz


Am 21. Juli 2026 fand anläß­lich des 82. Jah­res­ta­ges des Atten­tats vom 20. Juli 1944 am ehe­ma­li­gen Wohn­ort von Gene­ral der Nach­rich­ten­trup­pe (Gen­Nach­rTr) Erich Fell­gie­bel in Ber­lin-Ste­glitz eine infor­mel­le Gedenk­ver­an­stal­tung in klei­nem Rah­men statt.
Ein­ge­la­den zu die­ser Gedenk­ver­an­stal­tung hat­ten Dr. Chris­ta Wer­ner und Wolf­gang Zils, die u.a. heu­te dort woh­nen, und Bar­ba­ra Fell­gie­bel, die Enke­lin von Gen­Nach­rTr Fell­gie­bel sowie Initia­to­rin der von Bri­ga­de­ge­ne­ral Rai­ner Simon als dama­li­ger Kom­man­deur des Aus­bil­dungs­zen­trums Cyber- und Infor­ma­ti­ons­raum (Aus­bZ CIR) gestif­te­ten Gedenk­ta­fel und der durch den Ber­li­ner Bezirk Ste­glitz-Zehlen­dorf errich­te­ten Gedenk­ste­le vor dem Haus in der Wran­gel­stra­ße.
Der Fern­mel­de­ring e.V. hat sich mit 100,- € an der Finan­zie­rung der musi­ka­li­schen Beglei­tung die­ser Gedenk­ver­an­stal­tung betei­ligt und war mit sei­nem Mit­glied Oberst­leut­nant Her­bert Sin­ger — zugleich Pres­se­stabs­of­fi­zier des Aus­bZ CIR — vor Ort ver­tre­ten.

Lesen Sie hier den “Bericht von Dr. Chris­ta Wer­ner über die­se Gedenk­ver­an­stal­tung” sowie als Anhän­ge dazu das Gedicht „Stim­me aus dem Dun­kel“ des blin­den Dich­ters Max Zody­kow, der 30 Jah­re in dem jüdi­schen Blin­den­heim gegen­über gelebt hat­te, und einen Text zur Erin­ne­rung und als ein Som­mer­gruß des blin­den Ber­li­ner Schrift­stel­lers Bernd Kebel­mann, der die­sen eigens für die­se klei­ne infor­mel­le Gedenk­ver­an­stal­tung ver­fasst und dort vor­ge­tra­gen hat.

Ergän­zen­de Infor­ma­ti­on zur Gedenk­ta­fel- und ‑Ste­le für Gen­Nach­rTr Fell­gie­bel fin­den Sie auf den Web­sei­ten des Fern­mel­de­rings e.V. “Gene­ral-Fell­gie­bel-Gedenk­ta­fel ent­hüllt — Erin­ne­rung an einen deut­schen Wider­stands­kämp­fer des 20. Juli 1944” und “Infor­ma­ti­ons-Ste­le zu Gene­ral der Nach­rich­ten­trup­pe Erich Fell­gie­bel und zum 20. Juli 1944 sowie zum Wider­stand gegen den Natio­nal­so­zia­lis­mus in Ber­lin-Ste­glitz ent­hüllt” 

Starlink im Fadenkreuz: Wie lange hält der ukrainische Kommunikationsvorteil?

Wäh­rend GPS-Stö­run­gen längst All­tag sind, galt Star­link lan­ge als nahe­zu unan­greif­bar. Jüngs­te ukrai­ni­sche Erfol­ge an der Front und im rus­si­schen Kern­land wur­den auch dar­auf zurück­ge­führt, dass nur noch die Ukrai­ne Zugang zum Satel­li­ten­in­ter­net hat, Russ­land jedoch nicht (mehr). Doch in den letz­ten Wochen hat Mos­kau auf­ge­holt: Mit Sys­te­men wie „Kalin­ka“ und „Vol­na Kupol Garant“. Wie lan­ge hält der ukrai­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­ons­vor­teil noch?

Lesen Sie dazu bei Defence-Network.com: Star­link im Faden­kreuz: Wie lan­ge hält der ukrai­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­ons­vor­teil?

Ergän­zend dazu hier noch der Link zum eng­lisch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia-Ein­trag zur Star­link-Nut­zung im Ukrai­ne-Krieg:  Star­link in the Rus­so-Ukrai­ni­an war

Deutsch-Französische Brigade erreicht Meilenstein für NATO-Auftrag

Nach­dem Ende Juni 2026 das I. DEU-/NLD-Korps die Ver­ant­wor­tung für das tak­ti­sche Kom­man­do bei der Ver­tei­di­gung von Est­land und Lett­land über­nom­men hat, so dass sich das Mul­ti­na­tio­na­le Korps Nord­ost (MNK NO) seit­dem im Rah­men des NATO-Regio­nal­plans für die Ver­tei­di­gung der NATO-Ost­flan­ke auf das tak­ti­sche Kom­man­do in Litau­en sowie Nord-/Nord­ost-Polen kon­zen­trie­ren kann, wur­de dazu nun mit der Anfangs­be­fä­hi­gung (IOC) der Deutsch-fran­zö­si­schen Bri­ga­de für ihren Ein­satz als “Rear Area Task Force” beim MMK NO ein wei­te­rer Mei­len­stein erreicht.

Bereits seit Juni 2025 unter­steht hier­zu die D-/F‑­B­rig “zeit­wei­se” für Pla­nun­gen oder Übun­gen dem MNK NO und hat seit­her in drei Übun­gen unter des­sen Füh­rung nach­ge­wie­sen, dass sie in der Lage ist, Auf­trä­ge als Gefechts­ver­band im rück­wär­ti­gen Raum — etwa Schutz kri­ti­scher Infra­struk­tur oder Siche­rung von Nach­schub­we­gen — zu pla­nen sowie zu füh­ren und dadurch wesent­li­che Auf­ga­ben zur Auf­recht­erhal­tung der Ope­ra­ti­ons­frei­heit im rück­wär­ti­gen Raum der kämp­fen­den Trup­pe zu über­neh­men.

Den Nach­weis ihrer vol­len Ein­satz­be­reit­schaft (FOC) für die­sen Auf­trag soll die D-/F‑­B­rig nächs­tes Jahr im Rah­men der Dop­pel­übung GRIFFIN DEFENDER / GRIFFIN LIGHTNING 27 im Mai sowie Juni 2027 erbrin­gen, und wird dann unmit­tel­ba­rer als bis­her zur Abschre­ckung Ruß­lands sowie im Kriegs­fall zur Ver­tei­di­gung Euro­pas bei­tra­gen.

Lesen Sie zum Errei­chen der IOC durch die D-/F‑­Bri­ga­de für ihren Ein­satz als “Rear Area Task Force” beim MMK NO im Rah­men der Ver­tei­di­gung von Litau­en und Nord-/Nord­ost-Polen hier eini­ge Mel­dun­gen:

Falcon IV: Jedes Handfunkgerät ein Drohnenabwehr-Störsender

Ange­sichts der mas­si­ven Ver­lus­te, die klei­ne Droh­nen auf bei­den Sei­ten im Ukrai­ne-Krieg ver­ur­sa­chen, pro­gram­miert der Rüs­tungs­elek­tro­nik-Her­stel­ler L3Harris sei­ne weit ver­brei­te­ten Hand­funk­ge­rä­te der Serie Fal­con IV um. Das Soft­ware-Update „Wraith Shield“ nutzt die vor­han­de­ne Anten­ne von tak­ti­schen Funk­ge­rä­ten, um nach Droh­nen-Steu­er­si­gna­len zu suchen, feind­li­che Signa­le zu iden­ti­fi­zie­ren und die­se zu stö­ren.

Lesen Sie dazu bei Sol­dat und Technik.de: Fal­con IV: Jedes Hand­funk­ge­rät ein Droh­nen­ab­wehr-Stör­sen­der
und bei Defence-Network.com:  Euro­sa­to­ry: Wraith – L3Harris macht aus Funk­ge­rä­ten Jam­mer gegen Droh­nen

Ergän­zend zu L3HAR­RIS-Funk­ge­rä­ten — u.a. auch zu den Fal­con-IV-Hand­funk­ge­rä­te PRC-163 und PRC-167 des KSK — sowie zu den Bestel­lun­gen von L3HAR­RIS-Funk­ge­rä­ten durch die Bun­des­wehr für das Pro­gramm “D‑LBO” und das KSK bei Defence-Network.com: L3Harris: Moder­ni­sie­rung der tak­ti­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on und
Bun­des­wehr bestellt wei­te­re L3Harris Funk­ge­rä­te

Bundeswehr-Software macht zivile Drohnen kriegstüchtig

In der moder­nen Kriegs­füh­rung ist nicht nur die Hard­ware ent­schei­dend, son­dern vor allem die Soft­ware, die Sys­te­me steu­ert und ver­netzt. In der Trai­nings­wo­che Digi­tal Cor­vus 1 in Eus­kir­chen übte die Bun­des­wehr, Soft­ware für Droh­nen unter rea­len Bedin­gun­gen schnell zu ent­wi­ckeln. Erprobt wur­de die Ein­bin­dung zivi­ler Droh­nen in das Bun­des­wehr-Füh­rungs­sys­tem.

Lesen Sie dazu bei Bundeswehr.de: Digi­ta­le Gefechts­fä­hig­keit: Bun­des­wehr-Soft­ware macht zivi­le Droh­nen kriegs­tüch­tig

Ergän­zend dazu bei Hardthoehenkurier.de: Das Zen­trum Digi­ta­li­sie­rung der Bun­des­wehr und Fähig­keits­ent­wick­lung Cyber- Infor­ma­ti­ons­raum

F128 erhält 9LV – ein schwedisches FüWES

Die neu­en Fre­gat­ten F128 erhal­ten das schwe­di­sche Gefechts­füh­rungs­sys­tem 9LV von Saab im Wert von rund 800 Mil­lio­nen Euro und bil­den gemein­sam mit den moder­ni­sier­ten F123 einen ein­heit­li­chen, auf die U‑Boot-Jagd aus­ge­rich­te­ten Gefechts­füh­rungs­ver­bund.

Lesen Sie dazu bei esut.de:  F128 erhält 9LV – ein schwe­di­sches FüWES

sowie bei Arma­da International.com: Saab con­trac­ted to sup­p­ly com­bat sys­tems and sen­sor fits for Germany’s Navy’s new fri­ga­tes

Rüstungsprojekt Digitalisierung Landbasierte Operationen (D‑LBO)

Minis­ter Pis­to­ri­us hat sich mit den ver­ant­wort­li­chen Ver­tre­tern der Indus­trie getrof­fen, um den aktu­el­len Sach­stand im Rüs­tungs­pro­jekt Digi­ta­li­sie­rung Land­ba­sier­te Ope­ra­tio­nen (D‑LBO) zu erör­tern.

Lesen Sie dazu auf unse­rer Sei­te die Pres­se­mit­tei­lung des BMVg: Rüs­tungs­pro­jekt Digi­ta­li­sie­rung Land­ba­sier­te Ope­ra­tio­nen (D‑LBO) sowie wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum The­ma D‑LBO.